Erzbischof Gössl gratuliert Bischof Wilmer zur Wahl als DBK-Vorsitzender

„Dieses Amt verlangt Mut, geistliche Tiefe und einen klaren Kompass“
Würzburg. Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl hat dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer SCJ zur Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gratuliert. Er dankte ihm für die Bereitschaft, dieses verantwortungsvolle Amt in einer für die Kirche schweren und krisenhaften Zeit zu übernehme. „Dieses Amt verlangt Mut, geistliche Tiefe und einen klaren Kompass. Dafür wünsche ich ihm Gottes reichen Segen, Kraft und Weisheit“, sagte Gössl am Dienstag nach der Wahl in Würzburg.
Zugleich dankte Gössl dem scheidenden DBK-Vorsitzenden, Bischof Georg Bätzing, für seinen engagierten und ausdauernden Dienst. „Es ist jetzt wichtig, die begonnenen Prozesse verlässlich fortzuführen und zugleich neue Akzente zu setzen“, so Gössl.
Die katholische Kirche in Deutschland stehe vor großen Herausforderungen. „Gleichzeitig erleben wir Spannungen und Spaltungen – in der Kirche und in unserer Gesellschaft. Es wird eine zentrale Aufgabe des neuen Vorsitzenden sein, Brücken zu bauen, Gräben zu überwinden und das Verbindende zu stärken“, sagte Gössl. Die Kirche in Deutschland müsse in wesentlichen Fragen mit einer gemeinsamen Stimme sprechen. Und sie müsse sich als Teil der weltweiten Kirche begreifen, die miteinander auf dem Weg ist. „Daher ist es gut, wenn der Vorsitzende vertrauensvolle Beziehungen zur römischen Kurie und zu vielen anderen Bischofskonferenzen pflegt“, fügte Gössl hinzu und wünschte Bischof Wilmer „für seinen Dienst Gottes Geist der Einheit, der Wahrheit und des Friedens“.