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Gedanken zum Dezember von Pfarrer Detlef Pötzl

Teaser Pfarrer Detlef Pötzl
Datum:
Veröffentlicht: 24.11.23

Liebe Mitglieder unserer Gemeinden,
liebe Schwestern und Brüder,

ein berühmtes Zitat von Hermann Hesse lautet: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das neue Kirchenjahr. Wir stehen wieder an einem Anfang und die Adventszeit beinhaltet ja tatsächlich so einen Zauber, der uns hilft und der uns befreit. Wir bereiten uns auf die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus vor. Dass Gott unter uns Menschen sein will, ist ein entscheidender Punkt in unserem Glauben. Der unbegreifliche Gott sendet seinen Sohn, um unser menschliches Leben, unser Schicksal und unseren Tod zu teilen und um uns zu erlösen. Die Engel verkünden es den Hirten: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; erist der Messias, der Herr.“ Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten – aber nicht nur. Sie soll uns auch im Glauben stärken, dass der Auferstandene wiederkommen wird, um sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit zu errichten. In unserer Zeit wollen wir als Christinnen und Christen diese Freude und den Glauben in die Welt tragen. Die vielen Kerzen und Lichter, die wir entzünden und die Lichterketten, die wir anschalten, sollen Hoffnungslichter in dunklen Zeiten sein.

Viele denken in der vorweihnachtlichen Zeit vor allem an die Advents- und Christkindlesmärkte, an Glühweinbuden und Weihnachtsfeiern. Das gehört dazu, aber es ist auch notwendig, im Glauben tiefer zu schauen und das christliche Geheimnis in den Blick zu nehmen. In der persönlichen Umkehr schauen wir auf Gott und versuchen, seinem Beispiel zu folgen: Wir wollen es wie Gott machen. Wir wollen Menschwerden! Wenn wir den Blick in die Welt richten, dann sehen wir viele Probleme. Es gibt Unruhen, Terror, Hass, Streit und Krieg. Das muss uns bewegen. Schreckliche Nachrichten und Bilder erreichen uns über die Medien. Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, denn wir stehen für den Frieden. Jesus sagt es selbst: „Ich gebe euch meinen Frieden, einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern, und lasst euch nicht entmutigen!.“ (Joh 14,27) Wir können vor allem darum beten, dass diese Welt friedlicher und gerechter wird. Aus diesem Grund darf ich Sie ganz herzlich zum Friedensgebet unseres Seelsorgebereichs einladen, das am Freitag, 8. Dezember 2023 um 18.00 Uhr in Nurn stattfinden wird. Außerdem erwarten wir am dritten Adventssonntag, den 17. Dezember, wieder das Friedenslicht aus Bethlehem. Aus diesem Anlass feiern wir um 18.00 Uhr in Pressig einen „Friedenslicht-Gottesdienst“ als Jugendgottesdienst. Auch hierzu lade ich Sie ganz herzlich ein.

Im Namen unseres Pastoralteams, unserer Beschäftigten in den Pfarrbüros und unserer Gottesdienstbeauftragten wünsche ich Ihnen eine gesegnete und besinnliche Adventszeit, ein bereicherndes Weihnachtsfest und ein gutes und glückseliges neues Jahr 2024.

Pfarrer Detlef Pötzl